Deutsch-Afrikanischer Wirtschaftsgipfel in Nairobi gibt neue Impulse

GABS 2017 Bild vergrößern (© SAFRI)

Zwischen dem 9. - 10. Februar nahm der deutsche Botschafter für Ghana, Christoph Retzlaff, am zweiten German African Business Summit in Nairobi teil (GABS). Auf dem Gipfel wurden die Chancen der wirtschaftlichen Zusammenarbeit auf Unternehmensebene betont und weitere Verbindungen geknüpft. Der ehemalige Präsident Ghanas, John Dramani Mahama, reiste als Ehrengast an.

Deutschland will nicht nur politisch die Zusammenarbeit mit den Ländern Subsahara-Afrikas intensivieren. Dies betonte die aus Deutschland angereiste Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Brigitte Zypries: „Für die deutsche G20-Präsidentschaft hat die Bundesregierung Afrika und nachhaltiges, inklusives Wachstum zu Schwerpunktthemen gemacht. Die Chancenregion Afrika, die bis zum Jahr 2050 zwei Milliarden Bewohner zählen dürfte, ist ein Markt, der gerade erst dabei ist, sein volles Potential zu entfalten. Der Investitionsbedarf dort ist enorm, Know-how 'Made in Germany' sehr gefragt und deutsche Unternehmen bereit, in die jungen Menschen in Afrika zu investieren und technologischen Wissenstransfer zu fördern. Meine erste Delegationsreise geht daher nach Afrika, als ein Signal, dass wir die Bedeutung der Region ernst nehmen und gemeinsam mit unseren Unternehmen einen nachhaltigen Beitrag leisten wollen.“ 

Die bisherigen Handelsbeziehungen haben ein Volumen von 26 Milliarden Euro. 7 Millionen davon sind deutsche Direktinvestitionen in Subsahara-Afrika. Das hört sich nach viel an, macht im Vergleich aber nur 1% aller deutschen Direktinvestitionen aus. Zusammen mit Vertretern der Wirtschaft stellte Zypries die neue Subsahara Afrika Initiative (SAFRI) der deutschen Wirtschaft vor, durch die partnerschaftliche Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und afrikanischen Ländern gefördert werden sollen.

Nicht nur auf  unternehmerischer, sondern auch auf entwicklungspolitischer Ebene soll verstärkt zusammen gearbeitet werden. Der ebenfalls anwesende Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dr. Gerd Müller, stellte erstmals auf dem  afrikanischen Kontinent  den „Marshallplan mit Afrika“ vor. Der Marshallplan sieht eine Kooperation auf Augenhöhe zwischen europäischen und afrikanischen Ländern vor. Die zwei Schwerpunkte des Plans, Wirtschaftsinvestitionen und berufliche Bildung, können zur  Lösung der demographischen Herausforderung in den afrikanischen Ländern beitragen. In vielen Ländern Afrikas  fehlt es an Arbeitsplätzen und jährlich kommen über eine Million an Jugendlichen auf demArbeitsmarkt hinzu.

Die Konferenz wurde von mehr al s 400 Vertretern aus Wirtschaft und Politik, sowohl aus Deutschland, als auch aus den afrikanischen Ländern besucht.

Deutsch-Afrikanischer Wirtschaftsgipfel in Nairobi

Container vessel in Hamburg harbour, Germany