Entwicklungszusammenarbeit

German Cooperation - Deutsche Zusammenarbeit Bild vergrößern German Cooperation - Deutsche Zusammenarbeit (© Auswärtiges Amt)

Entwicklungszusammenarbeit ist ein wichtiger Stützpfeiler der deutsch-ghanaischen Beziehungen. Ziel der deutsch-ghanaischen Entwicklungszusammenarbeit ist es, Ghanas Status als Land mittleren Einkommens („lower middle income country“) durch die Förderung eines tragfähigen, armutsorientierten und breitenwirksamen Wirtschaftswachstums zu festigen.

Die deutsch-ghanaische bilaterale Entwicklungszusammenarbeit nutzt dafür die verschiedenen ihr zur Verfügung stehenden Instrumente, wie zum Beispiel Darlehen und Zuschüsse, Capacity Building und Beratung, sowie Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft. Die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit wird dabei in Ghana durch die Durchführungsorganisationen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), Kreditanstalt für Wiederaufbau Entwicklungsbank (KfW) und die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) gemeinsam mit den ghanaischen Partnern umgesetzt.

Daneben wird Ghana durch multilaterale Institutionen (Weltbank, African Development Bank) unterstützt, die ebenfalls von der Bundesregierung gefördert werden. Außerdem fließen auch über die Europäische Union Mittel der Bundesregierung in die Entwicklungszusammenarbeit mit Ghana.

Den großen Rahmen für die Zusammenarbeit mit Ghana bilden die Nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals – SDGs) der Vereinten Nationen. Daneben bietet die ghanaische Armutsbekämpfungsstrategie (Shared Growth and Development Agenda – GSGDA) die Grundlage für unsere Kooperation. Deutschland unterstützt aktiv die internationale Wirksamkeitsagenda (development effectiveness) und sieht sich als Teil der „aid architecture“ – weltweit und in Ghana.

Ghana gehört zu den Kooperationsländern der deutschen Entwicklungszusammenarbeit, mit denen die Bundesrepublik auf Basis zwischenstaatlich vereinbarter Verträge eng zusammenarbeitet.

Seit der Aufnahme der bilateralen Beziehungen 1957 hat Deutschland über 1,5 Milliarden Euro für nachhaltige Entwicklung in Ghana bereitgestellt. Für die Zeitspanne von 2015 bis 2017 beläuft sich die bilaterale Unterstützung für Ghana auf 141,1 Millionen Euro. Die nächsten Regierungsverhandlungen über die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit mit Ghana werden 2018 stattfinden.

Schwerpunkte der deutschen Entwicklungszusammenarbeit mit Ghana

Vor dem Hintergrund Ghanas Status als “lower middle income country” und der bestehenden Herausforderungen und in Abstimmung mit den Prioritäten der ghanaischen Regierung konzentriert sich die deutsche bilaterale Entwicklungszusammenarbeit auf die drei Schwerpunkte:

  • Landwirtschaft: Nachhaltige Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und Marktorientierung des Agrarsektors insbesondere mit Fokus auf Wertschöpfungsketten,
  • Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung (inkl. Berufliche Bildung): Unterstützung der Reform des Berufsbildungssektors sowie Verbesserung des Zugangs zu Finanzdienstleistungen,
  • Gute Regierungsführung / Dezentralisierung: Förderung der Teilhabe an lokalen Entscheidungsprozessen, Verbesserung der Lebensbedingungen durch leistungsfähige Kommunalverwaltungen, Steigerung der Steuereinnahmen und Stärkung der innerstaatlichen Rechenschaftspflicht.

Daneben engagiert sich die deutsche bilaterale Entwicklungszusammenarbeit auch punktuell in den Sektoren Erneuerbare Energien und Energieeffizienz sowie Recycling von Elektroschrott.

Zusätzlich sind zahlreiche deutsche nichtstaatliche Organisationen, wie politische Stiftungen, Kirchen und Nichtregierungsorganisationen (NROs) im Bereich der nichtstaatlichen Entwicklungszusammenarbeit in Ghana aktiv. Darüber hinaus unterstützt Deutschland über Kleinstprojekte ghanaische Nichtregierungsorganisationen direkt.

Entwicklungs-zusammenarbeit

Hand eines ghanaischen Jungen umfasst kleinen Baumstamm

Entwicklungszusammenarbeit der katholischen und der evangelischen Kirche