Deutsche Botschaft, Weltbank und IWF beleuchten die Ergebnisse der G20 Afrika Konferenz

Deutsche Botschaft, Weltbank und IWF beleuchten die Ergebnisse der G20 Afrika Konferenz Bild vergrößern Herr Henry G. R. Kerali, Landesdirektor der Weltbank, Botschafter Christopher Retzlaff,und Frau Natalia Koliadina, Landesvertreterin des IWF in Ghana (von links nach rechts) (© Deutsche Botschaft Accra)

Die deutsche Botschaft hat am 22. Juni 2017 eine Pressekonferenz veranstaltet, um ausgewählten Journalisten die Ergebnisse der G20-Afrika-Konferenz, die vom 12. bis 13. Juni 2017 in Berlin stattfand, vor dem G20-Gipfel in Hamburg, zu erläutern. Teilnehmer der Konferenz waren Botschafter Christopher Retzlaff,  Henry G. R. Kerali, Landesdirektor der Weltbank und Natalia Koliadina, Landesvertreterin des  IWF in Ghana.

Ziel der Pressekonferenz war es, einerseits die Rahmenbedingungen der G20-Afrika-Partnerschaft zu erklären, eine Initiative der Bundesregierung im Rahmen ihrer G20-Präsidentschaft 2017, und andererseits die durch das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit koordinierte Reformpartnerschaft  zu beleuchten.

Botschafter Christopher Retzlaff erklärte, dass die G20-Afrika-Konferenz erfolgreich verlaufen sei und zum ersten Mal Afrika prominent auf der Agenda der G20-Länder, die 20 wichtigsten Industrieländer der Welt, war. Die Konferenz hat sieben afrikanische Länder;  die bereits als Teil des Kompakt ausgewählt wurden, zusammengeführt: Ghana, Tunesien, Côte d'Ivoire, Senegal, Ruanda, Marokko und Äthiopien.

Die Compact-with-Africa-Initiative ist eine langfristige, nachhaltige Partnerschaft, die allen interessierten afrikanischen Ländern offen steht. Das Abkommen wird zwischen den afrikanischen Ländern, den G20-Ländern und den großen internationalen Finanzinstituten wie der Weltbank, dem Internationalen Währungsfonds und der Afrikanischen Entwicklungsbank ausgehandelt, um ein förderliches Geschäftsklima für Investoren zu schaffen und mehr private Investitionen und Kapital für Afrika zur Verfügung zu stellen.

Ergänzend zu dem Compact-with-Africa und im Einklang mit der Politik der ghanaischen Regierung, das Land unabhängiger von klassischer Entwicklungshilfe zu machen, unterzeichneten Ghana und Deutschland eine bilaterale Vereinbarung über eine neue Reformpartnerschaft. Deutschland wird damit in diesem Jahr 100 Mio EUR in Ghana in den Bereichen erneuerbare Energien, technische und berufliche Bildung und Entwicklung des Finanzsektors zur Verfügung stellen.

Herr Henry G. R. Kerali, Landesdirektor der Weltbank, betonte die Aufgabe der Regierungen, in den einzelnen afrikanischen Ländern Rahmenbedingungen für nachhaltige Privatinvestitionen zu schaffen. Er erklärte, dass die internationalen Finanzinstitute wie der Weltbank sich verpflichten würden, Anreize und Garantien zu geben, die in- und ausländische Unternehmen dazu ermutigen, in Ghana zu investieren. Es gehe nicht darum, unlauteren Wettbewerb gegen die lokalen Unternehmen mit begrenzter Kapazität zu führen, sondern darum, sicherzustellen, dass gleiche Bedingungen für alle geschaffen werden, so dass mehr Arbeitsplätze entstehen  und der Jugend Chancen gegeben  werden können.

  Frau Natalia Koliadina, Landesvertreterin des IWF, wies darauf hin, dass ihre Institution in Ghana die Aufgabe habe, das Land bei der Verbesserung seiner makroökonomischen Strukturen zu unterstützen. Im Gegensatz zu anderen bestehenden Programmen wird der Kompakt mit Afrika nicht zu einer direkten finanziellen Unterstützung für die Regierung von Ghana führen, sondern zu einer Begleitung des Landes bei der Gestaltung einer Politik, die zu einer nachhaltigen Volkswirtschaft und zu mehr und besser bezahlten Arbeitsplätzen führt.

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