Deutsche Botschaft Accra organisiert Regionalkonferenz zum Thema “Jugend in Afrika”

Jugend in Afrika Bild vergrößern Einige Panelisten und deutsche Diplomaten (© Deutsche Botschaft)

Am 17. und 18. Januar 2017 führte die deutsche Botschaft in Accra die erste Konferenz deutscher Diplomaten zum Thema Chancen und Schwierigkeiten der Jugend in Subsahara-Afrika durch. In den meisten Ländern Subsahara-Afrikas sind mehr als 60% der Einwohner unter 35. Angesichts dieser demographischen Situation  diskutierten die Teilnehmer, die zusammen in mehr als 10 Ländern des afrikanischen Kontinents aktiv sind, über Fragen, wie z.B. die jungen Erwachsenen stärker zur politischen Teilhabe ermächtigt werden können. Die Teilnehmer tauschten sich über die Situation in ihren jeweiligen Gastländern aus und besprachen mögliche Instrumente, mit denen die Botschaften speziell Jugendliche ansprechen können.

„Wir sind sehr froh, dass die Konferenz in Accra stattfindet, da Ghana ein sehr wichtiger Partner für Deutschland in Afrika ist“, sagte Botschafter Christoph Retzlaff zu Beginn der Konferenz. 

Aus Berlin reiste der Regionalbeauftragte des Auswärtigen Amts für Subsahara-Afrika und Sahel,  Georg Schmidt, an, um an der Konferenz teilzunehmen. Während seines Aufenthaltes traf er zudem Stakeholder der deutsch-ghanaischen bilateralen Beziehungen und führte politische Gespräche.

Um einen tieferen Einblick in die Realität der ghanaischen Jugend zu bekommen, fand am Nachmittag des 17. Januar eine Podiumsdiskussion mit Ghanaern statt, die intensiv mit jungen Menschen arbeiten. Die Panelisten der Podiumsdiskussion: Patrick Awuah, Gründer und Präsident des Ashesi University College; Nana Oforiatta-Ayim, Autorin, Regisseurin und Kunsthistorikerin; Prosper Huetu, Leiter von you-Net; Franklin Cudjoe, Gründungspräsident und Vorsitzender des Imani Think-Tanks; Rev. Emmanuel Acheampong, nationaler katholischer Jugendseelsorger; Ibrahim Halidu des Jugendflügels der NDC.

In einem lebendigen Austausch betonte Patrick Awuah, dass Jugendliche für die Wirtschaft ausgebildet werden sollten, sodass sie selber ihren Teil zu der Schaffung von Arbeitsplätzen beitragen und aktiv die afrikanische Ökonomie gestalten können. Im Bereich der Kultur wies Nana Oforiatta-Ayim darauf hin, dass es bereits viele, auch ökonomisch relevante, kulturelle Initiativen junger Afrikaner gibt. Sie verlangte eher eine andere Darstellungsweise Europas gegenüber der Jugend. Alle sieben Teilnehmer der Diskussion waren sich einig, dass gute Regierungsführung, fairer Handel und Bildung die Schlüssel für eine positive Transformation auf dem Kontinent sind.

Über die nächsten Jahre wird Deutschland seine Kooperation mit den Ländern des afrikanischen Kontinents intensivieren. Die Regierung plant, Afrika zu einem Kernthema des deutschen G20-Vorsitzes zu machen. In Vorbereitung auf den G20-Gipfel werden die Teilnehmer-Länder Mechanismen diskutieren, die Anreize für private Investitionen auf dem afrikanischen Kontinent schaffen und die ökonomischen Rahmenbedingungen verbessern können. Die Bundesregierung will ihren Beitrag dazu leisten, dass für die Jugend in Afrika bessere Zukunftsperspektiven entstehen.

Regionalkonferenz zum Thema “Jugend in Afrika”

Jugend in Afrika

Jugend in Afrika

Jugend in Afrika

Regionalbeauftragter des AA für Subsahara-Afrika und Sahel, Georg Schmidt, und Botschafter Christoph Retzlaff.