Unsere Leitlinien für Afrika

Leitlinien für Afrika Bild vergrößern Schülerinnen in Mosambik (© photothek.net)

Mehr als eine Milliarde Menschen, 54 Staaten, 7 verschiedene Sprachfamilien, Muslime, Christen, Juden und unzählige Naturreligionen: Auf dem afrikanischen Kontinent leben Gesellschaften mit ganz verschiedenen kulturellen und religiösen Identitäten und Traditionen. Wer den Ländern mit einer außenpolitischen Strategie gerecht werden will, muss darum zunächst den Blick von vereinfachenden Vorurteilen befreien, die oft noch immer das Bild von Afrika prägen. 

Afrika zählt

Die globalen Migrationsbewegungen der letzten Zeit sind nur ein Beispiel von vielen: Die Entwicklungen auf dem afrikanischen Kontinent können sich in kürzester Zeit ganz unmittelbar auf Deutschland und Europa auswirken. Eine nachhaltige außenpolitische Strategie muss darum umfassend ansetzen.

Afrika ist ein Kontinent der Chancen: Die demographischen Entwicklung, der Ressourcenreichtum und ein wachsender Mittelstand können schon bald riesige Zukunftsmärkte hervorbringen. In vielen Staaten haben sich demokratische Institutionen gefestigt. Im Rahmen der Afrikanischen Union und anderer Regionalorganisationen übernehmen viele Länder Verantwortung und setzten sich für friedliche Konfliktlösungen ein. Gleichzeitig gibt es in vielen afrikanischen Ländern aber auch weiterhin große Herausforderungen und Risiken. Wachsende Armut, systematische Menschenrechtsverletzungen, Gewalt, Umweltzerstörung und Korruption bedrohen die Entwicklung, Sicherheit und Stabilität ganzer Regionen.

Vernetzt Handeln

Um dem rasanten Wandel, den Risiken und Chancen der Entwicklungen zu begegnen, setzt die Afrika-Strategie der Bundesregierung darum auf einen umfassenden und vernetzten Ansatz. Die Instrumente der deutschen Afrikapolitik wie z.B. Humanitäre Hilfe, Friedensmissionen und Entwicklungsprojekte werden hierfür genau aufeinander abgestimmt.  Die Bundesregierung handelt dabei werte- und menschenrechtsbasiert, interessenorientiert, entschieden und substanziell.

Wo immer möglich engagiert sich Deutschland gemeinsam mit den europäischen Partnern. Für einen vernetzten Ansatz muss sichergestellt werden, dass die Aktivitäten koordiniert und kohärent sind mit dem Handeln von regionalen Akteuren (wie z.B. der Afrikanischen Union) und internationalen Organisationen, insbesondere den Vereinten Nationen. Deutschland arbeitet dabei nicht nur mit politischen Institutionen, sondern auch mit Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft  und Kultur eng zusammen.

Instrumente nutzen, Konflikte verhindern

Leitlinien für Afrika Bild vergrößern MONUSCO, friedenssichernder Einsatz der Vereinten Nationen in Kongo. (© Thomas Imo/photothek.de)

Um Krisen und Instabilität noch bevor sie entstehen zu verhindern, setzt die deutsche Afrikastrategie auf die ganze Bandbreite des außenpolitischen Instrumentenkastens: Von der Polizeiausbildung, über Wirtschaftsförderung bis zum Austauschprogramm für Wissenschaftler – stabile staatliche und gesellschaftliche Strukturen werden durch verschiedene, sich ergänzende Maßnahmen gezielt gestärkt.

Afrikanische Eigenverantwortung stärken

Ein wichtiges Ziel des deutschen Engagements ist die Stärkung afrikanischer Eigenverantwortung. Nicht nur für eine nachhaltige Entwicklung, sondern auch für Stabilität und Sicherheit ist es von zentraler Bedeutung, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Um afrikanische Partner zur Krisenprävention und zum Konfliktmanagement zu ertüchtigen, leisten beispielsweise Ausbildungsprogramme der Bundespolizei und der Bundeswehr einen wertvollen Beitrag. 

Ob Armutsbekämpfung, Menschenrechte, Klimawandel, Bildung oder Kultur: Die afrikapolitischen Leitlinien der Bundesregierung definieren Maßnahmen und Ziele für alle wichtigen Handlungsfelder der Außenpolitik.

Stand 21.12.2016

Quelle: www.diplo.de

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Afrikapolitische Leitlinien der Bundesregierung

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